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Teil von Betriebskosten der Gewerbeleuchtung sachlich in vier Kostenblöcken ordnen

Leuchten für Verkaufsräume: Auswahlkriterien und Energieeffizienz im Vergleich

Leuchten für Verkaufsräume im Vergleich: LED-Spots, Tracklights und Panels mit Lichtausbeute, Lebensdauer, Farbwiedergabe, Preisen und Normen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • LED-Spots, Tracklights und LED-Panels decken die meisten Verkaufsflächen ab.
  • Lichtausbeute, Lebensdauer und Farbwiedergabe entscheiden über die Wirtschaftlichkeit.
  • Die Beleuchtungsstärken richten sich nach DIN EN 12464-1 und der ASR A3.4.
  • Ökodesign und Energielabel gelten EU-weit für Lichtquellen und Betriebsgeräte.
  • Beispielpreise je Leuchte liegen zwischen 25 Euro und 90 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Auswahlkriterien für Leuchten in Verkaufsräumen

Die Lichtausbeute ist der zentrale Effizienzwert. Sie beschreibt, welchen Lichtstrom eine Leuchte je Watt Leistungsaufnahme erzeugt. Herstellerdatenblätter nennen für LED-Spots meist 90 bis 120 Lumen je Watt. Großflächige Panels erreichen oft 100 bis 130 Lumen je Watt, weil ihre Lichtführung weniger Verluste erzeugt.

Die Lebensdauer wird als L70B50 oder L80B10 angegeben. Der Wert nennt die Betriebsstunden, nach denen ein festgelegter Anteil der Leuchten noch einen bestimmten Prozentsatz des Lichtstroms liefert. Gängige Angaben liegen bei 50.000 bis 70.000 Stunden. Bei zwölf Betriebsstunden täglich entspricht das mehr als zehn Jahren Nutzung.

Der Farbwiedergabeindex Ra sollte in Verkaufsräumen mindestens 80 betragen. Für Mode, Textilien und frische Lebensmittel sind Ra 90 und ein hoher R9-Anteil sinnvoll, weil Rot sonst blass wirkt. Die Farbtemperatur liegt meist bei 3000 Kelvin für warme Sortimente und bei 4000 Kelvin für technische Waren.

Der Abstrahlwinkel trennt Akzent- von Grundbeleuchtung. Spots mit 15 bis 24 Grad setzen Waren in Szene. Tracklights mit 24 bis 40 Grad lassen sich flexibel richten. Panels mit 60 bis 120 Grad liefern gleichmäßiges Grundlicht.

LED-Spots, Tracklights und Panels im Vergleich

Bauform Lichtausbeute Lebensdauer Farbwiedergabe Einsatz Beispielpreis
LED-Spot, Einbau 90 bis 120 lm/W 40.000 bis 50.000 h Ra 80 bis 90 Akzentlicht, Theken 25 bis 60 Euro
Tracklight, Stromschiene 80 bis 110 lm/W 50.000 h Ra 80 bis 90 flexible Warenpräsentation 30 bis 90 Euro
LED-Panel, Rastermaß 100 bis 130 lm/W 50.000 bis 70.000 h Ra 80 Grundlicht, Deckenraster 40 bis 90 Euro

Alle Preise sind Beispielpreise inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer, Stand 2024, für Standardmodelle ohne Steuerungskomponenten.

LED-Spots punkten bei der Lichtausbeute und beim gezielten Akzent, brauchen aber viele Einbaupunkte. Tracklights sind nachträglich versetzbar, kosten jedoch mehr je Leuchte. Panels erzeugen die gleichmäßigste Fläche und eignen sich für Gänge und Kassenbereiche.

Normen und EU-Vorgaben

Die Arbeitsstättenregel ASR A3.4 konkretisiert die Anforderungen an Beleuchtung und Sichtverbindung. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fasst die Grundlagen und den Verweis auf DIN EN 12464-1 in ihrem Themenschwerpunkt Beleuchtung zusammen. Für Verkaufsflächen, Kassen und Lagerbereiche nennt die Norm eigene Werte.

Auf EU-Ebene regelt die Verordnung (EU) 2019/2020 über Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen die Mindestwerte für Effizienz und Funktion. Sie hat Halogenlampen und viele Leuchtstofflampen vom Markt verdrängt. Die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 zur Energieverbrauchskennzeichnung regelt das Label mit den Klassen A bis G.

Betriebskosten: ein Rechenbeispiel

Das folgende Rechenbeispiel vergleicht 20 Halogenstrahler mit 20 LED-Spots in einem Laden mit 60 Quadratmetern.

  1. Halogen: 20 Strahler mit je 50 Watt ergeben 1000 Watt Anschlussleistung.
  2. LED: 20 Spots mit je 15 Watt ergeben 300 Watt Anschlussleistung.
  3. Differenz: 700 Watt. Bei 3000 Betriebsstunden im Jahr sind das 2100 Kilowattstunden weniger.
  4. Strompreis: bei 0,30 Euro je Kilowattstunde sinken die Stromkosten um 630 Euro pro Jahr.

Die Anschaffung von 20 LED-Spots zu je 40 Euro kostet 800 Euro brutto. Rechnerisch amortisiert sich der Austausch nach etwa 15 Monaten. Hinzu kommen geringere Wartungskosten, weil die Spots seltener getauscht werden.

Anbieter und Beschaffung

Zumtobel mit Sitz in Dornbirn, Trilux in Arnsberg, Signify mit der Marke Philips und Osram in München gehören zu den bekannten Anbietern für Ladenbeleuchtung. Alle vier führen Spots, Tracklights und Panels für Verkaufsräume. Zumtobel und Trilux bieten zusätzlich Systeme zur Lichtsteuerung an.

Für Einkäufer lohnt der Blick auf das Energielabel und das Datenblatt. Lichtausbeute, Lebensdauer und Farbwiedergabe stehen dort getrennt. Ein niedriger Preis je Leuchte sagt wenig über die Kosten je Lumen und Betriebsstunde aus.

Häufige Fragen

Welche Leuchten eignen sich für Verkaufsräume mit hohen Decken?

Tracklights mit Stromschiene sind hier meist erste Wahl, weil sie sich nachträglich ausrichten lassen. Panels brauchen bei größerem Deckenabstand mehr Leistung, um die gleiche Beleuchtungsstärke auf der Fläche zu erreichen.

Wie hoch muss die Beleuchtungsstärke in Verkaufsräumen sein?

DIN EN 12464-1 nennt für Verkaufsflächen üblicherweise 300 Lux, an Kassen und Zahlbereichen 500 Lux. Für Präsentationsflächen sind Zuschläge möglich, wenn Waren gezielt hervorgehoben werden sollen.

Lohnt sich eine Farbwiedergabe von Ra 90?

Bei Mode, Textilien und frischen Lebensmitteln ja. Der Aufpreis liegt je Leuchte oft bei wenigen Euro, während die Ware deutlich besser wirkt. Für Lagerräume und Gänge genügt Ra 80.

Was hat sich durch die Ökodesign-Verordnung geändert?

Seit 2021 dürfen Halogenlampen und viele Leuchtstofflampen in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden. Betreiber wechseln daher auf LED-Retrofit oder komplette LED-Leuchten.

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